Michael Obert

Regenzauber

Auf dem Fluss der Götter
Cover: Regenzauber
Droemer Knaur Verlag, München 2004
ISBN 9783426273159
Gebunden, 487 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Mit 1 Übersichtskarte. Der Journalist Michael Obert bereiste sieben Monate den drittgrößten Strom Afrikas, den Niger. Von der Quelle im Regenwald Oberguineas, wo nur wenige europäische Entdecker jemals hingekommen sind, 4200 km durch die Sahel-Zone und die südliche Sahara bis zur Mündung in den Golf von Benin. Völlig auf sich allein gestellt, überlässt er sich der Strömung des mächtigen Flusses. Während seiner abenteuerlichen Reise durch Guinea, Mali, Niger und Nigeria entschleiert sich Afrika immer mehr. Obert entführt uns in das Afrika der Fischer, Händler und Nomaden, das Afrika der weiten Flusslandschaften, aber auch in das grausame Afrika der Organhändler, der Piraten und der durchgeknallten Sonnenbrillen-Rebellen. Er begegnet Schamanen, Wasserfrauen und Leoparden-Männern. Sie weihen ihn in die Glaubenswelt der Flussvölker ein, die von bedrohlichen Geistern und mächtigen Regengöttern beherrscht wird.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004

Nicht zu Unrecht heißt Michael Oberts Reisetagebuch "Regenzauber", glaubt man der Rezensentin Kathrin Schuster. Denn das, was Obert bei seiner Flussreise von den Quellen des Nigers bis zu seiner Mündung ins Meer zu Papier gebracht hat, habe gleich in zweierlei Hinsicht mit Zauber zu tun: einerseits durch die große Welt des Zaubers in der die Anrainer des Nigers leben, andererseits durch Oberts bezaubernde Art, diese zu beschreiben. Zu diesem Zauber, so die Rezensentin, trägt nicht zuletzt die Verrücktheit des Unterfangens bei: Obert hat stur seine Idee verfolgt, den Niger im Boot zu befahren und sich an die an den Ufern lebenden Menschen herantragen zu lassen, "als Gleicher unter Gleichen". Dies ist ihm, so die Rezensentin weiter, aufs Erstaunlichste gelungen (die Rezensentin erzählt von einem Mann, der Obert aufforderte "ein Wort unter Landsleuten" mit seinem Fernseher deutschen Fabrikates zu wechseln, damit er wieder funktioniere), wohl auch dank seiner Eigenschaft, sich von nichts befremden zu lassen. Er notiere alles auf so selbstverständliche Weise, dass es scheine, "als sei ihm auch das Unwahrscheinlichste geläufig". Herausgekommen ist dabei, so das Fazit der Rezensentin, ein "unerhört spannendes", "irrsinnig und aufregend unsinniges" und "sinnliches Buch".
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