Michael Hugentobler

Bis die Bären tanzen

Roman
Cover: Bis die Bären tanzen
dtv, München 2026
ISBN 9783423285209
Gebunden, 352 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

"Nur zwei Buchstaben entscheiden über Finden und Erfinden." Wo man schon immer war, sollte man nicht bleiben - das sagt sich die deutsche Familie Lieber, die in der Schweiz auf ihre Einbürgerung hofft, obwohl der Erste Weltkrieg alles auf den Kopf stellt. Drei der vier Geschwister wandern aus: Isabelle als Siedlerin in den brasilianischen Dschungel, die rebellische Anne nach Sydney und Jacob als Kunstturner ins Berlin der Nazi-Zeit. 

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 06.05.2026

Unterhaltsam, aber ein wenig beliebig: So schätzt Rezensent Tobias Lehmkuhl Michael Hugentoblers Roman ein. Erzählt wird eine Familiengeschichte, konkret geht es um drei Geschwister, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der Schweiz aus in die Welt aufbrechen, mehr oder weniger aus Abenteuerlust. Drei Teile hat das Buch, das erste spielt in der Schweiz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und handelt vom Aufbruch der Geschwister, der zweite folgt ihren Lebenswegen in unter anderem Brasilien und Australien, der dritte springt ins Jahr 1998 und blickt aus neuer Perspektive auf die Geschwister zurück. Vor allem diesen dritten Teil findet Lehmkuhl reichlich überflüssig, fügt er doch den vorigen wenig hinzu, ansonsten findet er lobende Worte für die lebendige Brasilien-Episode, manch anderes ist ihm zu konstruiert. Vor allem fragt er sich, was der Gehalt dieses Buches jenseits seiner bloßen Unterhaltungsfunktion sein könnte. Viel Substanz hat Hugentoblers Roman nicht, findet der Rezensent.