Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Dem eintönigen Leben in Armut, das zu ihrer Zeit für Frauen nur aus Kinderkriegen, Hunger und harter Arbeit besteht, will die junge Pell Ridley sich nicht fügen. Sie träumt davon, frei zu sein. Am Morgen ihres Hochzeitstages reitet sie mit wehenden Haaren auf ihrem Pferd Jack einer ungewissen Zukunft entgegen. Doch vor die Freiheit eines selbstbestimmten Lebens hat das Leben ihr zahlreiche Stolpersteine in den Weg gelegt Meg Rosoff gelingt es wie kaum einer anderen, ihre Leser immer wieder mit ungewöhnlichen Geschichten vollkommen zu überraschen und zu verblüffen. In ihrem neuen Roman entführt sie uns in die raue und düstere Heidelandschaft im Südwesten Englands in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2010
Riesenerfolge waren, konstatiert der Rezensent Hannes Hintermeier, die bisherigen zwei Romane der in London lebenden US-Autorin Meg Rosoff. Nun legt sie erstmals ein Werk mit historischem Setting vor. Es spielt Mitte des 19. Jahrhunderts, in der Ebene von Salisbury. Des historischen Gewandes hätte die Geschichte der Emanzipation der siebzehnjährigen Pell gar nicht bedurft, findet Hintermeier, sieht darin aber auch wieder keine Beeinträchtigung des Lesegenusses. Pell ist eine "Pferdeversteherin", die ihr Zuhause verlässt und mit manch widrigem Umstand zurechtkommen muss. Dass die Autorin sich mit Pferden bestens auskennt, stellt Hintermeier erfreut fest. "Knapp, schlank und rhythmisch" sei ihre Sprache. Ein "feines Buch", das nicht nur Heranwachsende, sondern auch Erwachsene, versichert er, gerne lesen werden.
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