Kraftvoll, körperbetont und immer ein wenig surreal: Der Franzose Maxime Ballesteros zeigt in analogen Bildern seine Sicht auf eine Welt, in der sich Grenzen auflösen und eine subjektive Realität zutage tritt. Ballesteros lebt, um Bilder zu machen und mit seiner Vorstellungskraft zu arbeiten. Seit er als Teenager erstmals eine Kamera in die Hand nahm, legt er diese nicht mehr zur Seite. Seine Aufnahmen bieten Ausschnitte einer Wirklichkeit, in der Tag und Nacht, Traum und Albtraum, Subjektives und Objektives den gleichen Stellenwert haben. Er schießt Fotos aus dem Augenblick heraus, folgt seinen Protagonisten auf Partys, in private Wohnungen oder an den frühmorgendlichen Strand - flirrend und exzessiv, scharf und immer in Style.
Radek Krolczyk schaut sich die Fotos von Maxime Ballesteros an und entdeckt vor allem junge Körper. Das Berliner Nachtleben als sein Thema peppt der Fotograf laut Rezensent mitunter mit surrealen Inszenierungen mit Blut und Waffen auf und schafft so ein Spannungmoment zur Authentizität seiner Aufnahmen. Wie Ballesteros Muskeln und Sehnen seiner Modelle einfängt und sie mit einem Hauch des Todes umhüllt, findet Krolczyk außerdem bemerkenswert.
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