Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2002
Obwohl Rezensent Robert Jütte durchaus findet, dass der katholische Theologe und Arzt Matthias Beck die Debatte um Gentechnik und Embryonenforschung um neue Perspektive bereichern kann, steht er dem, was sich als Kernanliegen des Autors herauskristallisiert, skeptisch gegenüber. In Becks Überlegungen steckt ihm einfach zuviel religiöser Fundamentalismus und eine zu offensichtliche Zwangsläufigkeit der Argumentationslinien, "eine axiomatische Grundhaltung, die man auch bei anderen katholischen Theologen antrifft". Jütte vermisst dabei eine "methodische Herangehensweise" und die Abstraktion des eigenen Standpunktes. Trotzdem findet er die "Fundamentalkritik", die dieses Buch bietet, interessant, nicht zuletzt, weil Beck den Versuch unternimmt, "der Philosophie und vor allem der Theologie" in dieser Debatte "verstärkt Gehör zu verschaffen".
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