Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland

Problemaufriss - Forschungsstand - Bibliographie
Cover: Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland
Transcript Verlag, Bielefeld 2005
ISBN 9783899422801
Kartoniert, 350 Seiten, 32,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Rainer Geißler und Horst Pöttker. Gegenwärtig findet in Deutschland ein sozialer Umbruch statt: Der Anteil der Migranten an der Bevölkerung ist stark gewachsen und er wird noch weiter wachsen. Die Gesellschaft steht vor der Herausforderung, diese ethnischen Minderheiten zu integrieren. Massenmedien, die sich aufgrund ihrer Ausdifferenzierung ebenfalls in einem Umbruch befinden, spielen bei diesem Integrationsprozess eine wichtige Rolle. Der Band klärt das umstrittene Konzept der Integration durch Massenmedien, gibt einen Überblick über den Forschungsstand und enthält eine auf Vollständigkeit angelegte Bibliographie der wissenschaftlichen Literatur zum Thema Medien und Integration von Migranten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2005

Etwas verhalten äußert sich der "Nka." zeichnende Rezensent über diesen von Rainer Geißler und Horst Pöttker herausgegebenen Band, der sich mit der Frage nach einem Beitrag der Massenmedien zur Integration von Migranten und ethnischen Minderheiten in Deutschland befasst. Die Autoren setzten voraus, dass Integration auch Aufgabe der Medien sei. Wie er berichtet, kommt Daniel Müller in einer Analyse deutscher Zeitungen zu dem Ergebnis, dass Ausländer darin "tendenziell selten" vorkommen, und wenn, "dann häufig in negativ besetzten Zusammenhängen" (Müller). Allerdings sei, wie auch Sonja Weber-Menges deutlich mache, eine betont positive mediale Darstellung ethnischer Minderheiten nicht die Lösung. Als Mindestanforderung nenne Weber-Menges den Verzicht auf "reißerischen Journalismus", Übertreibungen und diskriminierende Darstellungen. Der Rezensent findet, dass Geißler und Pöttker ein "sehr lückenhaftes Forschungsergebnis" bereithielten - trotz eines "eindrucksvollen bibliografischen Anhangs von 1048 Veröffentlichungen". Fraglich erscheint dem Rezensent auch, ob über Türken oder Italiener "richtiger" berichtet würde, wenn in deutschen Redaktionen mehr türkisch- oder italienischstämmige Journalisten arbeiteten.

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