Klappentext
Seit dem erneuten Regierungsantritt des europafeindlich und russlandnah auftretenden Ministerpräsidenten Robert Fico in der Slowakei rückt das Land zunehmend ins Rampenlicht internationaler Politik. Innenpolitisch gebärdet sich die Regierung nicht weniger aggressiv. Ihre entschlossene Politik kann als Drehbuch für Rechtsstaatsabbau und Autokratisierung im 21. Jahrhundert gelten. In der deutschsprachigen Öffentlichkeit fehlen bislang jedoch gründliche Analysen der Situation des kleinen Land an der Grenze der Europäischen Union. Martina Winkler schließt diese Lücke und vermittelt die gegenwärtige Situation in der Slowakei - auf der Folie anderer Länder in Ost- und Mitteleuropa. Das Buch stellt die aktuellen Probleme und Konflikte vor und bezieht historische Zusammenhänge ein, sowohl für die Zeit vor 1989 als auch für die postsozialistische Phase. Es analysiert zudem die sich wandelnde Position der Slowakei im ostmitteleuropäischen Kontext, in den Strukturen von EU und NATO sowie in der Beziehung zu Russland.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.05.2026
Rezensentin Viktoria Großmann lernt von der Historikerin Martina Winkler auf nur 180 Seiten, wie die Slowakei um die Demokratie und ihren Platz in der EU ringt. Zu lesen ist, wie sich Fico radikalisierte und wie er Staat und Gesellschaft in allen Teilen umbaute. Für Großmann ein Lehrstück, das über die Slowakei hinausgeht und das auch zeigt, dass Kategorien wie links und rechts nicht mehr funktionieren, da die Smer-Partei sich durchaus als Linke begreift. Hellsichtig beschreibt die Autorin den Autokratie-Trend weltweit, so Großmann.
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