Zum 60. Jahrestag der Befreiung Europas von der Schreckensherrschaft des deutschen Faschismus reiste Mark Mühlhaus an die Stätten der Befreiung zu den Überlebenden, die an diesen Orten der getöteten Freunde und des eigenen Leids gedachten.
Als "verdienstvoll" würdigt Daniel Haufler diesen Bildband, den Mark Mühlhaus anlässlich des 60. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus vorgelegt hat. Wie Haufler berichtet, begleitete der Fotograf NS-Opfer und alliierte Soldaten zu Gedenkveranstaltungen in der Normandie, in Auschwitz, Wöbbelin und Ravensbrück, Buchenwald, Torgau, Neuengamme und Berlin, wo er oft mehrere Tage mit ihnen verbrachte. Die dabei entstandenen Aufnahmen zeichnen sich für Haufler durch eine "vertraute Nähe" aus. Sie zeigten eine Unbefangenheit und Gelöstheit der Porträtierten, "die angesichts der Umstände überrascht". Zwischen die Fotos der Porträtierten stelle Mühlhaus ab und an Bilder der Baracken, Verbrennungsöfen und Gedenksteine. Für Haufler ist Mühlhaus' Band über die Zeitzeugen eine Erinnerung daran, dass "künftig stumme Objekte und geschriebene Geschichte an die Stelle des unmittelbar Erinnerten treten werden".
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