Aus dem Spanischen von Gabriela Stöckli. Täglich werden tausende von Zeitungen gedruckt. Alle werden gekauft und gelesen, bis auf eine, deren einzelne Blätter der Wind mit sich fortträgt und die so, den unterschiedlichsten Menschen nützlich wird. Der alten Dame hilft ein Blatt den Spiegel zu putzen, um sich wieder klarer zu sehen und der Mann mit Hut erhält dank dem letzten Blatt eine Nachricht, auf die er schon lange gewartet hat und die ihn glücklich macht.
José Sanabria verzaubert mit seinem ureigenen Stil und entführt den Betrachter in seine liebevoll kreierten Bildwelten.
Wie leicht vergisst man zwischen Laptop, Tablet, Smartphone die Freude des Zeitunglesens, bedauert Rezensent Benedikt Erenz. Immer weniger Menschen greifen noch zum Papier, immer kleiner werden daher die Auflagen. Doch es gibt sie noch - was für ein Glück, denkt sich der Rezensent nach der Lektüre von "Ein Blatt im Wind". Dieses fein gestaltete Bilderbuch erinnert seine Leser und Betrachter daran, was für eine Freude es sein kann, Zeitung zu lesen und was das großformatige Druckerzeugnis seinen technischen Nachfahren immer voraus haben wird, lesen wir. Als Schutz vor Wind, Kälte und Regen, als Butterbrot-Papier, als Schiffchen oder Hut kann sie dienen und natürlich als "leuchtender Weltbote". Mit viel Humor und Einfallsreichtum zeigen die Argentinierin María Laura Díaz Domínguez und der in Kolumbien geborene Illustrator José Sanabraia die Zeitung in all diesen Funktionen und machen dabei richtig Lust aufs Blättern und Lesen, so der hingerissene Rezensent.
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