Magnus Mills

Zum König!

Roman
Cover: Zum König!
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN 9783518416525
Gebunden, 188 Seiten, 16,80 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Katharina Böhmer. Ein Blechhaus, um das der Wind pfeift, auf einer fast menschenleeren, surreal anmutenden Hochebene gelegen, das nächste Haus gerade noch in Sichtweite - einen besseren Ort zum Leben kann sich der Held in Magnus Mills' Roman kaum vorstellen. Der angewehte Sand vorm Haus muss weggeschippt, der Ofen beheizt und die Fugen müssen abgedichtet werden. Da vergisst man schon mal, dass es noch andere Menschen auf der Welt gibt. Doch eines Tages erscheint Mary Petrie vor seiner Tür und sagt: "Hier versteckst du dich also." Die Frau macht sich in dem blechernen Haushalt breit, richtet sich darin ein, hier ein Spiegel, dort eine schnippische Bemerkung, das Haus wird zum Heim, vorbei ist es mit der einsamen Gemütlichkeit. Sie sagt Dinge, die man nicht wörtlich nehmen kann. Noch dazu schürt sie seine alten Lebensträume: Soll er doch noch losziehen, den Canyon suchen, in dem er immer leben wollte?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.02.2005

Auf den ersten Blick scheint Magnus Mills dritter Roman "fugenlos" an die beiden Vorgängerwerke anzuschließen. Doch Rezensent Jürgen Berger hat nun eine "geradezu biblische Wendung" ausgemacht. Zwar sind die Helden auch im aktuellen Buch hin- und hergerissen zwischen "Nomadentum und Sesshaftigkeit" und bestreiten ihr karges Dasein in den bereits bekannten Blechhütten auf einer öden Hochebene, doch der Protagonist verfällt diesmal nicht einem "ominösen" Mann mit diktatorischen Zügen, sondern einer Frau, mit der er ein Stück seines Lebens teilt. Mills Geschick, "gestrandete" Männer bei ihrer Suche nach Anschluss zu beobachten, hat der Autor nach Ansicht des Kritikers seinem vorschriftstellerischen Leben zu verdanken. Busfahrer, Briefträger und Zaunbauer war er - Berufe, die den Autor wissen lassen, "wovon er spricht". Dabei blendet er Äußerlichkeiten der Personen völlig aus: Der "grandiose Erzählpurist" charakterisiert seine Figuren "alleine durch Handlungen" und verleiht ihnen dadurch nach und nach "Kontur".
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