M.W. Craven

Die Witwe

Kriminalroman
Cover: Die Witwe
Droemer Knaur Verlag, München 2026
ISBN 9783426284605
Kartoniert, 512 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

DS Washington Poe ist irritiert, als er von keinem Geringeren als dem MI5 wegen eines Mordes zu einem Hinterhof-Bordell in Carlisle gerufen wird: Normalerweise jagt er Serienmörder, hier jedoch scheint ein Streit mit einem Zuhälter eskaliert zu sein. Trotzdem interessiert sich offenbar sogar das FBI dafür. Seltsam ist, dass sich am Tatort eine kleine Keramikfigur in Gestalt einer Ratte befand. Poes Teamkollegin, die geniale Analytikerin Tilly Bradshaw erinnert sich an einen ungeklärten Banküberfall vor etlichen Jahren, bei dem nichts gestohlen, stattdessen aber eine Keramikratte vor dem Tresor zurückgelassen wurde. Was haben die Figuren zu bedeuten? Wer steckt dahinter? Und welches Ziel verfolgt der MI5? Als Poe, Tilly und die FBI-Agentin Melody Lee tiefer in die Ermittlungen eintauchen, wird der Fall immer mysteriöser, und allmählich wächst in Poe ein furchtbarer Verdacht …

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.02.2026

Ziemlich spannend sind sie, die Krimis von M.W. Craven, befindet Rezensentin Sylvia Staude, das gelte auch für den vierten Teil seiner Reihe um das durchaus gegensätzliche Duo Washington Poe und Tilly Bradshaw. Während der Ermittler Poe ausgeprägt renitente Züge trägt, fühlt sich die Computerspezialistin Bradshaw von sozialen Situationen und dem Unbekannten herausgefordert, lesen wir. In diesem Fall rätselt Staude mit dem Ermittlerteam über einen Toten, der kurz vor einem internationalen Wirtschaftsgipfel in einem alten Bordell gefunden wird: Die Armee ist involviert, die Geheimdienste auch, Spannungen zwischen Europa und den USA spielen ebenso eine Rolle wie Kulturgüterschmuggel. Nicht alle Elemente des Romans gehorchen den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit, so die Kritikerin, aber sie freut sich, dass auch kriminologische Details wie die korrekte Verwendung von Luminol hier Beachtung finden.
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