Bearbeitet von Volker Stalman. Die Sitzungsprotokolle der Fraktion der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), bzw. seit 1930 der Deutschen Staatspartei (DStP) im preußischen Landtag von 1919 bis 1932, geben aus erster Hand Einblick in die Geschichte des Linksliberalismus in Preußen und damit in die Handlungszwänge und -spielräume einer Partei, deren Niedergang und Ende die Abwendung von weiten Teilen des liberalen Bürgertums von der republikanischen Staatsform und letztlich auch den Untergang der in Weimar errichteten Demokratie umschreiben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2010
Rezensent Bernd Sösemann begrüßt grundsätzlich diese zweibändige Edition der Sitzungsprotokolle der preußischen Landtagsfraktion der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) 1919-1932, die zur Dokumentation liberaler Landespolitik in Preußen während der Weimarer Republik einen bedeutenden Beitrag leistet. In der Einleitung von Volker Stalmann findet er eine ausführliche, teils etwas redundante Vorstellung der wichtigsten Politiker der DDP sowie ihrer Beteiligung an den legislativen Projekten und Koalitionsregierungen. Sösemann moniert allerdings, dass hier Themen und Inhalte der Protokolle "nahezu ohne analytische oder problemorientierte Ansätze nacherzählt" werden. Zudem vermisst er Ausführungen über die Gründung einer "Liberalen Vereinigung" im Spätherbst 1924, die für die DDP eine enorme Herausforderung darstellte. Dagegen schätzt er die Kommentierung der Protokolle als profund, die Kurzbiografien und detaillierte Register als nützlich. Deutlich macht Sösemann auch, dass die Bände "gewisse Fachkenntnisse" voraussetzen und sich eher an Experten richten.
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