Lily King

Writers & Lovers

Roman
Cover: Writers & Lovers
C.H. Beck Verlag, München 2020
ISBN 9783406756986
Gebunden, 319 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth. Nach "Euphoria" erzählt Lily King in "Writers & Lovers" die Geschichte einer ebenso starken wie zerbrechlichen jungen Frau - und von der Zerrissenheit zwischen den Zwängen der Gesellschaft und den eigenen Träumen von einem anderen Leben.  Als ihre Mutter plötzlich stirbt und Luke sie aus heiterem Himmel verlässt, verliert Casey den Boden unter den Füßen. Ohne wirklichen Plan landet sie mit einem Schuldenberg aus dem Studium in Massachusetts, wo sie beginnt, als Kellnerin zu arbeiten. Bei ihren Versuchen, sich aus einem Netz von Abhängigkeiten zu befreien, gerät sie immer wieder in Situationen mit Männern, die ihre Macht gegen sie ausspielen. Die einzige Konstante in ihrem Leben bleibt das Schreiben: Der Roman, an dem sie seit sechs Jahren arbeitet, wird ihr Fluchtort, ihr Schutzraum. Aber ist sie mit 31 Jahren nicht zu alt, um sich an den losen Traum eines Lebens als Schriftstellerin zu klammern? Ihre Entscheidung für das richtige Leben ist auch eine Entscheidung zwischen zwei Männern.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.08.2020

Jörg Magenau findet Lily Kings Roman etwas zu seicht. Bedauerlich, meint er, denn die Autorin kann durchaus erfrischend übers Erwachsenwerden und "Frausein" schreiben. Dass King der angehenden Schriftstellerin im Buch, Magenau zufolge Kings Alter Ego, die sich zwischen zwei Männern und Lebensentwürfen entscheiden muss, ein hollywoodreifes Happy End gönnt, wäre ja vielleicht nicht nötig gewesen, meint der Rezensent. Über das Wesen der Schriftstellerei und den Zusammenhang von Erotik und Kunst hätte er durchaus gern mehr erfahren als der Roman hergibt.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 24.07.2020

Rezensentin Meike Feßmann mag Lily Kings neuen Roman, in dem die Autorin von einer werdenden Schriftstellerin und deren Unsicherheiten und Ängsten erzählt. Der Rezensentin gefällt, wie King hier erneut über soziale und kulturelle "Codierungen" von Weiblichkeit schreibe, ohne dabei zu theoretisch zu werden. Auch die pointierten, aber nicht "gefallsüchtigen" Dialoge und Szenen werden von Feßmann gelobt. Ein dramaturgisch geschickt aufgebautes "Soziotop"amerikanischen Neunziger, meint sie.

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