Herausgegeben von Herbert Rowland und Richard E. Schade. Das Lessing Yearbook, offizielles Organ der Lessing Society mit Sitz in Cincinnati, Ohio, ist ein Forum für alle Wissenschaftler, die sich - in englischer und deutscher Sprache - mit Literatur, Kultur und Gedankengut Deutschlands im 18. Jahrhundert beschäftigen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.06.2006
Alexander Kosenina kann sich einen Seitenhieb auf die "Inlandsgermanistik" nicht verkneifen, die einen Klassiker wie Lessing editionsphilologisch derart vernachlässigen konnte, dass die Lessing-Jahrbücher der Lessing Society aus Cincinnati ihm schon als Großtat erscheinen. Dabei stellt Kosenina fest, wie mager das "Yearbook" aus Ohio zuletzt geworden war. Der nun vorliegende 36. Band allerdings stellt den Rezensenten zufrieden. Dankbar registriert er die Rückkehr alter Tugenden und neu erwachte Ambitionen in der Forschung. Lessing sei nicht so zugänglich wie Goethe, weiß Kosenina, und Kosenina entdeckt Neues zum "Laookon", zu den Reimarus-Fragmenten und zu Lessings Zeitgenossen Lenz und Liscow. Ganz aus dem Häuschen gerät er über die Klärung der Autorschaft der frühen Vision eines jüdischen Staates in den USA. Der Aufklärer Leopold Friedrich Günther Goeckingk schrieb sie nieder. Hätten Sie es gewusst?
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