Leonard Cohen

Das Lieblingsspiel

Roman
Cover: Das Lieblingsspiel
Blumenbar Verlag, München 2009
ISBN 9783936738599
Gebunden, 316 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Gregor Hens. In seinem 1963 erschienenen Romandebüt erzählt Leonard Cohen die autobiografische Geschichte des jungen Lawrence Breavman. Er ist der einzige Sohn wohlhabender jüdischer Eltern aus Montreal, und sein bisheriges Leben erscheint ihm wie eine Abfolge von Bildern aus einem Filmprojektor: der unerwartete Tod des Vaters; die Spiele der Erwachsenen, die von Beziehungen und Krieg handeln; seine heimlichen Experimente mit Hypnose; die nächtlichen Abenteuer mit seinem besten Freund Krantz. Nach ersten literarischen Erfolgen und einer Reihe flüchtiger, aber intensiver sexueller Erlebnisse entdeckt Breavman in New York durch die Begegnung mit der jungen Shell die Totalität der Liebe. Er muss sich entscheiden, wem er gehören soll sich selbst oder ihr.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.01.2010

Leonard Cohens erstmals 1963 erschienener autobiografisch gefärbter Roman gehört für Manuel Gogos längst zu den Klassikern der modernen kanadischen Literatur. Zur Güte der Neuübersetzung hat Gogos zwar nichts zu sagen, Cohens von vielen kleineren Geschichten um Versehrung, Schuld, Erkenntnis und eine Kindheit in den 50er Jahren durchzogene Geschichte einer obsessiven Liebe jedoch verzaubert ihn erneut. Stilistisch erinnert ihn der Text an Kerouac - traumwandlerisch, doch "realitätsnah leuchtend" wie ein Haiku, ein Gedicht in Prosa, so Gogos, mit unverbrauchten Bildern und von einer Einprägsamkeit wie Cohens Liebeslieder.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2009

1963 erschienen, jetzt das erste Mal von Gregor Hens bei Blumenbar übersetzt - Leonard Cohens "Lieblingsspiel" liest sich für Rezensentin Susan Vahabzadeh als typisches "coming of age": Ein junger Kerl sucht nach seinem Platz in der Welt, hat etliche Beziehungen mit Frauen - schmerzhafte Geschichten ohne Liebe - und besingt schließlich das große New York der Sechziger Jahre. Vahabzadeh fühlt sich dabei ein wenig an das etwas ältere "Goodbye, Columbus" von Philip Roth erinnert und mutmaßt, dass sich Cohen wohl heute einer ähnlichen Anhängerschar wie Roth erfreuen würde, wenn Cohen nicht zwischenzeitlich Musiker geworden wäre. Am eindrücklichsten sind der Rezensentin die "liebevoll belustigten kleinen Zeichnungen" geblieben, wenn die Mutter ihre besten Kleider zerreißt oder nie stattgefundene Pianistenkarrieren beweint werden.
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