Aus dem Englischen von Hainer Kober. In seinem erfrischend provozierenden Buch argumentiert der renommierte Physiker Lee Smolin, dass sich die Physik, eine der Grundlagenwissenschaften, in der Krise befindet, da sie sich in den letzten Jahren ganz der String-Theorie verschrieben hat und die sei letztlich nicht beweisbar. Neben einer verständlichen Darstellung der String-Theorie bietet Smolin einen Blick in die Zukunft der Physik und auf aussichtsreichere physikalische Forschungsgebiete.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2009
Nicht immer einverstanden ist Ulf von Rauchhaupt mit Lee Smolins groß angelegter Kritik der Stringtheorie, dieser seit einigen Jahren angesagten, die Quanten- und die Relativitätstheorie integrierende physikalische Großtheorie der Natur. Das Vorhaben des Autors, das grandiose Bild, das von dieser Theorie im Umlauf ist, zu korrigieren, scheint ihm vollauf berechtigt, ebenso wie seine Fundamentalkritik an der Art und Weise, wie sich die theoretische Physik auf einen einzigen Forschungsansatz stürzt, obwohl seine Erfolge bisher nicht durchschlagend sind. Smolins eigene, an Einsteins Traum von einer mathematisch eindeutigen und deterministischen Physik orientierte Vorstellung hält er aber nicht mehr für zeitgemäß. In diesem Zusammenhang hält er dem Autor auch vor, sich bei seiner Kritik an der heutigen Grundlagenforschung zu "verheddern".
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