Die Flaneuse - Virginia Woolf in London ist eine von ihnen, Jean Rhys in Paris, Holly Golightly und Patti Smith in New York. Sie alle erobern sich selbstbewusst Städte, Menschen und Gedanken. Sie sind neugierig, klug und unabhängig, reisen, wohin sie wollen und genießen die Freiheit der Großstadt. Die Autorin und Essayistin Lauren Elkin folgt den Spuren außergewöhnlicher flanierender Frauen, indem sie selbst durch das heutige Paris, New York, London, Venedig und Tokio spaziert. Sie lässt sich treiben durch Städte, Literatur, Kunst und Geschichte und zeigt in ihrer Geschichte des weiblichen Flânierens wie berauschend es sein kann, sich eine Stadt zu erobern, was lange nur Männern vorbehalten war.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.01.2019
Kathleen Hildebrand liest Lauren Elkins Streifzug durch die Geschichte des Flanierens unter besonderer Berücksichtigung der flanierenden Frau mit Freude. Dass die Autorin keine großen soziologischen Thesen anbietet und, mitunter etwas ziellos, auch eigenen Erfahrungen nachgeht, stört sie nicht. Die Flanier-Biografien von George Sand bis Virginia Woolf und Sophie Calle im Mittelpunkt des Bandes vermitteln Hildebrand Kulturgeschichtliches, Beschreibungen und Details, Ängste und nicht zuletzt den unangenehmen männlichen Blick auf die flanierende Frau.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.01.2019
Bettina Baltschev bedauert, dass Lauren Elkin bei ihren flanierenden Erkundungen der Stadt und der Beschreibung ihrer Vorbilder von Virginia Woolf über Georges Sand bis Sophie Calle Berlin auslässt. Was Baltschev in Paris, Venedig und Tokio als Spaziergängerin erlebt, erschließt der Rezensentin allerdings das Leben mit all seinen Eindrücken und Gedanken, Situationen und Unglücken. Leicht und nicht oberflächlich vermittelt sie dabei das politische Moment des Flanierens und der Flaneuse.
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