Lars H. Svendsen

Philosophie der Hoffnung

Cover: Philosophie der Hoffnung
Marixverlag, Wiesbaden 2024
ISBN 9783737412346
Gebunden, 304 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Daniela Stilzebach. Was genau ist Hoffnung? Was tun wir eigentlich, wenn wir auf etwas hoffen? In seinem neuen Buch widmet sich der Philosoph Lars Svendsen der Hoffnung - und das nicht ohne Grund. Wir brauchen sie vielleicht mehr denn je. Die Reaktion des ukrainischen Volkes auf die russische Invasion im Februar 2022 rief Erstaunen hervor: In der Vielzahl der Emotionen, über die berichtet wurden, wie Wut, Verzweiflung und Trauer, stach vor allem Hoffnung hervor. Die Hoffnung, dem Ansturm der russischen Übermacht standzuhalten und die Freiheit bewahren zu können. Svendsen leitet uns durch die Geschichte der Philosophie und zeigt, was die wichtigsten Denker über Hoffnung geschrieben haben. Hoffen liegt im Bereich zwischen Wünschen und Wollen: Es ist stärker als das Wünschen, weil sein Gegenstand tatsächlich möglich sein muss, aber schwächer als das Wollen, weil unklar ist, ob er sich tatsächlich verwirklichen lässt. Hoffnung lässt sich zu keiner Zeit von unserem Handeln loslösen; in vielen Fällen befördert sie sogar Entscheidungen, die die Wahrscheinlichkeit ihrer Erfüllung steigern. Zwar bietet Hoffnung als solche keine Garantien, doch ebnet sie den Weg in ein lebenswertes Leben und ist nicht zuletzt die Pflicht eines Jeden gegenüber sich selbst.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.09.2024

Rezensent Thomas Ribi fasst die Grundthese des Hoffnung-Buchs des Philosophen Lars Svendsen folgendermaßen zusammen: Hoffnung hat nichts mit Weltfremdheit und Wolkenkuckucksheimen zu tun, sondern zeugt davon, dass man sich mit der Welt verbunden fühlt und Verantwortung übernimmt. Weiterhin möchte Svendsen, referiert Risi, Hoffnung von Optimismus unterschieden wissen, wobei er eingesteht, dass hier und da Verbindungen zwischen beidem existieren. Eine glasklare Definition der Hoffnung liefert der Philosoph Risi zufolge jedoch nicht. Wie auch, fragt sich der Rezensent, der den Begriff, schon formal changierend zwischen Gefühl und Denkkategorie, ebenfalls für äußerst ambivalent hält.
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