David Rojkowski (Hg.)
Ukraine 2004-2024
Wir hatten ein normales Leben | We Had a Normal Life

Hartmann Projects, Stuttgart 2025
ISBN 9783960701293
Gebunden, 192 Seiten, 38,00 EUR
ISBN 9783960701293
Gebunden, 192 Seiten, 38,00 EUR
Klappentext
In deutscher und englischer Sprache. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Ukraine zwischen Hoffnung und Zerstörung, Frieden und Krieg - von 2004 bis 2024. 18 internationale Fotografinnen und Fotografen richten ihren Blick auf zwei Jahrzehnte ukrainische Geschichte, ausgehend von der Orangenen Revolution 2004, über die Krimbesetzung 2014 und den Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 bis in die Gegenwart. Ihre Aufnahmen zeigen, was den Ukrainerinnen und Ukrainern einst Heimat war, was verloren ging - und was sie voller Sehnsucht zurückgewinnen wollen: ihr Land, Frieden, ein Leben ohne ständige Bedrohung …Die unterschiedlichen fotografischen Handschriften sprechen viele Sprachen, doch sie teilen eine gemeinsame Botschaft: die tiefe Menschlichkeit inmitten eines immer grausamer geführten, lang andauernden Konflikts. Mit Fotos von:
Sebastian Backhaus, Daniel Berehulak, Massimo Berruti, Roman Bezjak, Kitra Cahana, Emre Caylak, Kirill Golovchenko, Vincent Haiges, Sergey Maximishin, Justyna Mielnikiewicz, Dominic Nahr, Alessandro Penso, Julius Schrank, Maxim Sergienko, Armin Smailovic, Thomas Victor, Marlena Waldthausen, Jonas Wresch.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.08.2025
Ein Frühstücksraum in Boryspil, März 2014: Ein Mann starrt auf den Bildschirm, auf dem die Annexion der Krim verkündet wird. Ein unspektakuläres, aber eindringliches Bild, das den Ton des Bildbands - herausgegeben von David Rojkowski, Agentur Focus und der Bpb - vorgibt, den Rezensent Stefan Fischer als "Momentaufnahmen aus einer schicksalhaften Zeit" beschreibt. Die versammelten 120 Fotografien aus 20 Jahren - von 18 meist nicht-ukrainischen Fotografinnen und Fotografen - zeigen kein Heldennarrativ, sondern Alltag im Ausnahmezustand. Hochzeiten, Selfies, ein Vater, der sein Baby in die Luft hält - "digitale Bestätigung des Überlebens". Die Stärke dieses Bandes liegt laut Fischer im Kontrast: "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" - Unbeschwertheit der frühen 2000er gegen die Verwundbarkeit der Gegenwart. Krieg wird nicht beschönigt, aber auch nicht überhöht - stattdessen: ein zarter Blick auf das, was bleibt, schließt der Kritiker nachdenklich.
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