Tiere zu retten, sie zu pflegen und gut zu versorgen, ist etwas, was Kinder lieben. So auch Matti und Janne in ihren Ferien auf dem Hof von Tante Olga. Dort gibt es zwei Igeljunge, die noch viel zu klein sind, um alleine zu überleben. Alle vier Stunden müssen sie gefüttert werden, außerdem brauchen sie ein Bett und eine Kartonhöhle. Schnell ist klar: Die Igel werden es schaffen! Doch gut betreut werden müssen sie weiterhin, denn sie hinterlassen viele Häufchen, überwinden Hindernisse und erkunden die Welt. Ganz schön anstrengend! Trotzdem sind Matti und Janne sicher: Das sind die besten Ferien überhaupt. Kristina Andres vermittelt neben ihrer Geschichte noch viel Wissenswertes über Igel, deren Bestand hierzulande immer weiter zurückgeht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18.01.2025
Wie kann man Kindern Wertschätzung für die Natur beibringen? Bestimmt nicht durch Bücher, die ihnen erklären, wie man alte Klamotten oder Kerzenreste weiterverwerten kann, derartiger Aktivismus ist reine Augenwischerei und soll nur ein gutes Gewissen bei Erwachsenen produzieren, urteilt streng die Rezensentin Bettina Hartz. Respekt und Liebe für die Natur lernt man nur in der Natur, erklärt sie und empfiehlt einige Bücher, die Kindern helfen, ihre Entdeckungen zu verstehen. Ein paar kann sie hier empfehlen: Sanne Duffts "Tinkas Tomaten", Kristina Andres "Zicke Zacke Igelkacke", Juli Litkeis "Da wächst doch was" und das Sachbuch "Ein Baum kommt selten allein" von Elisabeth Etz und Nini Spagl. In Kristina Andres "Zicke Zacke Igelkacke" nehmen zwei Brüder in den Herbstferien von einer Nachbarin zwei mutterlose Igelbabies in Pflege. Mit Hilfe ihrer Tante Olga lernen sie, was Igel essen, kümmern sich um Wunden und machen die Kleinen und ihr Nest sauber. Ganz schön Arbeit, aber auch wunderbar inspirierend, findet die Kritikerin, wenn man als Kind Gelegenheit hat, Tiere zu beobachten, ihre Bedürfnisse kennenzulernen, ihre Ängste und ihren "Erfindungsreichtum" und dies alles in einem Buch wie diesem wiederfindet.
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