dtv, München 2026
ISBN
9783423285346 Gebunden, 368 Seiten, 26,00
EUR
Klappentext
Sozialismus oder Barbarei? Sozialismus in der Barbarei! In seinem neuen Buch zieht Kohei Saito eine ernüchternde Bilanz: Teile der Umwelt, die unseren Wohlstand zuverlässig sicherte, sind bereits zerstört. Autoritäre Kräfte und Kriege überziehen die Welt, und gleichzeitig stagniert das Wirtschaftswachstum im globalen Norden. Der Kapitalismus scheitert an einer von Techno-Oligarchen beherrschten Welt. Krise als Chance? Nein, sagt Saito, was nun folgt, ist eine Ära chronischer Notlagen. Unsere Zukunft wird geprägt sein von Knappheit, Destabilisierung und Naturkatastrophen - und nicht von Überfluss, Beschleunigung und Emanzipation. Saito fordert, dieses Ende des Fortschritts zu akzeptieren und plädiert für eine neu gedachte Planwirtschaft, um unsere letzten Freiheiten zu bewahren.
Günter Kaindlstorfer hat einiges einzuwenden gegen das Buch des japanischen Philosphen Kohei Saito. Der apokalyptische Ton, die Seherhaltung des Autors und Saitos Wolkenkuckucksheim-Idee eines "dunklen Sozialismus" machen es dem Rezensenten nicht leicht. Dennoch hält Kaindlstorfer das Buch für wichtig, da es trotz aller Apodiktik die richtige Frage stellt: Was bleibt von der Demokratie, wenn der Wohlstand schwindet? Mangelwirtschaft und das Recht des Stärkeren? Saitos Antworten sind "starker Tobak" für Liberale wie Marxisten gleichermaßen, warnt der Rezensent.
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