Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2001
Die Byzanz-Historiker Klaus-Peter Matschke und Franz Tinnefeld haben sich zusammengetan, um die byzantinische Gesellschaft in den Jahren 1261-1453 nach Gruppen, Strukturen und Lebensformen gründlich zu analysieren, berichtet Marie Theres Fögen, die sich diesem Unterfangen mit einer sehr langen Besprechung widmet. Die auf einer Mikro- und einer Makroebene angelegte Sozialgeschichte hat für Fögen ein erstaunliches Ergebnis zutage gefördert: Die Lebenswege vieler Byzantiner zeigen demnach eine verblüffende Flexibilität und Kompatibilität. "Leichter wäre es, eine Sack Flöhe zu hüten, als die Menschen im späten Byzanz in 'Gruppen' einfangen zu wollen", meint die Rezensentin. Dass die Autoren die Byzantiner an einem westlich geprägten "Gruppenkonzept" messen und zu dem Schluss kommen, im Vergleich zu späteren Gesellschaften seien die Byzantiner rückständig gewesen, nimmt Fögen ihnen allerdings etwas übel. Und auch ihr "unglückseliges bibliografisches Abkürzungsverzeichnis" mit der Verballhornung der eigenen Namen und derer von "lieben Kollegen" mag Fögen nicht gutheißen.
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