Wir befinden uns in Dresden und Weimar zwischen 1903 und 1906. Die schicksalhafte Begegnung zwischen Karl May und dem Maler Sascha Schneider, einem der begabtesten Schüler Max Klingers, führt zu einer intensiven Freundschaft zweier Brüder im Geiste . An langen Abenden wird diskutiert: Politisches, Künstlerisches und Weltanschauliches. Das Buch ist eine Art Parabel auf den misslungenen Wandlungsversuch des Schriftstellers, der wie vieles in seinem Leben tragisch ausgeht. Es beschreibt die einmalige und äußerst fruchtbare Künstlerfreundschaft der beiden in jeder Hinsicht so unterschiedlichen Männer vor dem politischen und kulturhistorischen Hintergrund der ersten Jahre des 20. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2013
Klaus Funkes Roman passt laut Elmar Schenkel ganz gut zum jüngst wieder aufflammenden allgemeinen Interesse an Karl May. Dass sich der Autor in seiner Geschichte der Beziehung Mays zu dem symbolistischen Maler Sascha Schneider sowie den Intrigen des Journalisten Rudolf Lebius annimmt, findet er spannend. Zumal ihm der Autor auch ein gut recherchiertes Zeitbild der sächsischen Provinz um 1900 nicht vorenthält. Wenn Funke mitunter wie May tönt und unwichtige Figuren überhand nehmen, kann Schenkel das verschmerzen. Wichtiger scheint ihm, dass der Autor seinen Gegenstand nicht vorführt, sondern ihn als sympathischen, wenngleich etwas schrägen Zeitgenossen zeigt.
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