Lesen und Schreiben fallen ihm schwer. Er ist kränklich. Überhaupt! Der Junge neigt zu Wutanfällen. Das einzige, was er will, ist zeichnen. Der Vater glaubt an Disziplin. Die Mutter meint, der Sohn sei zu Größerem berufen.
Charles Rennie Mackintosh wird Architekt, Designer und Maler. Seine Kunst folgt keinem klassischen Stil, sie hat Charakter. Seine Gebäude, Einrichtungen und Bilder irritieren, provozieren oder begeistern. Elektrisiert berichten internationale Magazine über den Glasgow Style. Daheim in Schottland schüttelt man bloß den Kopf.
Mackintosh hält Kompromisse für undenkbar. Er kämpft gegen die geltende Lehre, seine Kritiker, Kollegen, Auftraggeber, die Wirren der Zeit und nicht zuletzt mit sich selbst.
Enno Stahl liest Karen Grols Bio-Novel über den schottischen Architekten und Designer Charles Rennie Mackintosh als gelungenes Denkmal für den Jugendstil-Künstler. Nicht nur die aufwendige Gestaltung des Buches findet Stahl bemerkenswert, auch die nüchterne Art, wie Grol genau recherchierte Lebenszeugnisse mit kleineren frei ausgedachten Erzählpassagen mischt, ohne introspektiv oder allzu menschelnd zu erzählen, hat ihn überzeugt. Dem Leser erschließt die Autorin so einen spannenden Kunstkosmos, findet Stahl, dem die Sachlichkeit des Romans nur manchmal etwas zu steril wirkt.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…