Mit den Lebenserinnerungen der Käte Woltemath, wird dem Leser eine große Liebesgeschichte, ein ergreifendes Schicksal und ein Stück deutscher Geschichte nahegebracht. "Das Leben der Käte Woltemath scheint mir zu jenen Biografien in Deutschland zu gehören, an denen sich Idealismus, Verstrickungen, Enttäuschungen, Zähigkeit, Mut und Demütigung exemplarisch für die deutsche Geschichte der vergangenen Jahrzehnte ablesen lassen" (Günter Gaus an Käte Woltemath).
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2003
Rezensent Ernst Horst findet Käte Woltemaths außerordentlich umfangreiche Lebenserinnerungen reichlich ermüdend. Zum einen, weil ihn Woltemath - eine "einfache Frau", wie er sie nennt, ohne ihr zu nahe treten zu wollen - nicht besonders interessiert. Zum anderen, weil Woltemath ihr ganzes Leben - sie war Stasi-IM und engagierte sich nach der Wende in der neu gegründeten Ost-SPD, bis sie von ihrer Stasi-Vergangenheit eingeholt wurde -, mit einer fast unglaublichen Detailversessenheit schildert. Das Ganze in einer Sprache, die Horst in ihrer "Ironielosigkeit" bisweilen fast an "Heftromane" erinnert - die Guten seien besonders gut, die Bösen besonders böse und im Zweifelsfall werde alles ganz genau geschildert. Als Geschichte einer Großfamilie in der DDR und Beschreibung des DDR-Alltags in "DDR-Sprache" findet er die beiden Bände immerhin aufschlussreich.
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