Aus dem Englischen von Mirjam Pressler. Mit deutsch-magrolonischem Wörterbuch und vielen Zeichnungen von Axel Scheffler. Riesen glauben nicht an Minipopps. Und Minipopps glauben nicht an Riesen. Doch es gibt sie: Megalili, das Mädchen aus dem Riesenland hoch über den Wolken, ist an einer Bohnenranke in die Welt der Minipopps hinuntergeklettert. Dort hat sie lauter süßes Spielzeug für ihr Puppenhaus entdeckt, in ihre Tasche gesteckt und mitgenommen. Man könnte auch sagen, sie hat Colette, Stephen und die Babyschwester Polly entführt. Aber die Jones-Kinder wollen kein lebendiges Spielzeug sein. Doch wie entkommt man aus einem Haus, wo schon eine Treppenstufe ein unüberwindliches Hindernis darstellt; wo es zweitens eine Riesenkatze gibt; und wo drittens Megalilis fieser Bruder miese Spiele mit den Minipopps treibt? Wer das für ein harmloses Abenteuer hält, täuscht sich. Erst nach vielen Tagen und vielen Gefahren gelingt den Kindern die Flucht - und dann ist leider die rettende Bohnenranke verschwunden...
Reinhard Osteroth hat viel Spaß mit diesem Buch gehabt, für das sich das Erfolgsduo Julia Donaldson und Axel Scheffler das seit "Gullivers Reisen" bewährte Vexierspiel zu eigen machen, die Perspektive zwischen Groß und Klein zu wechseln. Donaldson und Scheffler erzählen die Geschichte der Megalilli aus Magrolenien, die aus Neugier einige menschliche Minipopps in ihre Riesen-Welt entführt und damit in gehörige Gefahr bringt. Osteroth findet das alles sehr charmant mit erzählerischer Raffinesse versehen, furchtbar spannend und von Mirjam Pressler "famos" übersetzt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2006
"In Höchstform" hat Rezensentin Gundel Mattenklott das Duo Donaldson/Scheffler in diesem neuen Kinderbuch vorgefunden. Voller Leseglück hat sie die hier beschriebene märchenhafte Welt der Riesen und die der Menschen durchstreift. Letztere werden von den Riesen Mattenklott zufolge "Minipopps" genannt. Nicht nur das vergnügt und neugierig durchs gemalte Märchenland hüpfende Riesenmädchen Megalilli, auch die wechselnden Perspektiven zwischen Riesenwelt und Normalformat haben der Kritikerin großen Spaß gemacht. Ausgesprochen vergnüglich fand sie auch die "ungemein geschickt ausgedachte" Riesensprache "Magrelonisch". Am Ende ging es ihr wie "Alice im Wunderland", die irgendwann nicht mehr wusste, ob sie groß oder klein war, was Mattenklott genau richtig für ein Kinderbuch findet. Auch Übersetzerin Miriam Pressler wird sehr gelobt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…