Aus dem Altspanischen von Joseph von Eichendorff und Manfred Hinz. Mit den Stichen von Theodor Hosemann. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Manfred Hinz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.06.2008
Hans-Martin Gauger arbeitet die moderne Stoßrichtung des "Traditionalisten" Juan Manuel gut heraus. Kein Machiavelli, kein Boccaccio, meint er, doch immerhin der erste spanische Autor, der "schöne, klare" Kunstprosa schrieb, wie im "Graf Lucanor" zu bewundern. Die 50 Novellen findet Gauger von Eichendorff bewundernswert übersetzt. Philologischer, doch auch "vorzüglich" erscheint Gauger die Arbeit von Manfred Hinz, der die weiteren den Band ausmachenden Teile, die Sentenzen des Patronius sowie eine Darstellung des christlichen Weltbilds übersetzt und ein "zugängliches" Nachwort verfasst hat. Gauger stößt hier auf Skurriles aus orientalischen Quellen, auf spanisches Volkstum und Lehrreiches aus dem Griechisch-Lateinischen. Menschenkenntnis attestiert er dem Autor und auch die Fähigkeit, gut zu unterhalten - schon im Mittelalter.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…