Wie wirklich sind unsere Fabelwesen? Woher kommen sie und welche Mythen wurden um sie gestrickt? Anhand altüberlieferter Sagen und Märchen unterschiedlichster Kulturen und mit einem verblüffend großen zoologischen Fachwissen geht Josef H. Reichholf der Sache anhand der drei geheimnisvollsten Fabeltiere auf den Grund: Das Einhorn, sagenhaftes Tier der Antike mit der wundersamen Kraft im Horn, ist zoologischen Diagnosen zufolge ein reales Tier, dem später mythische Eigenschaften angedichtet wurden. Der Phönix, auferstanden in Herrlichkeit aus der Asche, hat seinen Ursprung im Flamingo. Und der feuerspeiende Drache im Schuppenkleid, das rätselhafteste der Rätseltiere, war niemals ein Tier, sondern Mensch!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.08.2012
Eingenommen ist Rezensent Harald Eggebrecht für dieses Buch über Fabeltiere und ihre Herkunft, das der Biologe Josef H. Reichholf vorgelegt hat. Er schätzt den Autor als "neugierigen Wanderer in den Grenzgebieten zwischen Natur- und Geisteswissenschaften". Wie sich Reichholf der Herkunft von Fabeltieren wie dem Vogel Phönix, dem Einhorn, dem Drache usw. annähert und nach ihren Verwandten in der realen Fauna fragt, findet er lebendig und spannend dargestellt. Er attestiert dem Autor, geisteswissenschaftliche Interpretationen von Mythen und zoologisch-geografisch-metereologischen Informationen überzeugend zu verbinden. Sein Fazit: eine anregende und reizvolle Lektüre.
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