Aus dem Amerikanischen von Alex Capus. "Fante war mein Gott." Charles Bukowski. "1933 war ein schlimmes Jahr" ist die Geschichte eines persönlichen und eines Klassenkampfes in der Zeit der großen Wirtschaftskrise: Ein Roman über die Jugend und ihre Auflösung im Erwachsenenleben.
Gefangen in einer Kleinstadt am Fuß der Rocky Mountains in den dreißiger Jahren, wünscht sich der 17-jährige Dominic Molise nichts mehr, als ein Baseball-Star zu werden. Die großen Siege, die große Anerkennung, die große Liebe. Aber er kämpft stattdessen mit der italienischen Herkunft seiner Eltern und dem Druck, im Familienbetrieb mitzuarbeiten. Ziegelsteine zu stapeln ist nichts für ihn. Sein Vater hingegen versucht ihn vor dem unausweichlichen Scheitern zu bewahren und zu überzeugen, statt des Baseballschlägers doch lieber eine Maurerkelle in die Hand zu nehmen. Seine Mutter weiß sich nicht besser zu helfen, als zu beten. Aber Dominic hört nicht auf zu träumen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2017
Das wahrscheinlich witzigste und anrührendste Buch zugleich, das man über ein schreckliches Jahr überhaupt schreiben kann, hat John Fante 1963 verfasst und Alex Capus nun, gerade zur richtigen Zeit, in eine exzellente deutsche Übersetzung gebracht, lobt Rezensent Christopher Schmidt. Im Jahr 1933, als besonders die ärmere Bevölkerung der USA unter der Weltwirtschaftskrise und einem besonders schlimmen Winter zu leiden hat, versucht der 17-jährige Alter Ego John Fantes, Sohn einer italienischen Auswandererfamilie, seinen ganz persönlichen amerikanischen Traum zu verwirklichen, wobei er nicht immer nur als Sympathieträger auftritt. Genau das gehört für Schmidt aber zu den Stärken des Romans. Abgesehen davon ist es vor allem die tiefe "Traurigkeit eines Klageliedes", welche Fante immer wieder unter der Decke des "scharfen, präpotenten Witzes" hervorschimmern lässt, die den Rezensenten fasziniert und begeistert.
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