Johannes Muggenthaler

Die letzte Trauung

Roman
Cover: Die letzte Trauung
Weidle Verlag, Bonn 2011
ISBN 9783938803301
Gebunden, 270 Seiten, 21,00 EUR

Klappentext

Ein Roman, der im Standesamt beginnt und auf dem Standesamt endet: Marko ist, weil ihm nichts anderes übrigblieb, Türsteher in einem Standesamt und entsprechend melancholisch veranlagt. Bis eines Morgens alles schiefgeht und die Standesbeamtin bei währender Trauung die Flucht ergreift. Da gerät auch Marko auf Abwege und in schlechte Gesellschaft, zunächst auf einem großen Bierfest, wo er nicht nur die Lebkuchenherzenverkäuferin lieben lernt, sondern auch seinen alten Schulfreund Iwan Raupach wiedertrifft. Der fristet sein Leben als Kleinkrimineller, hat aber durchaus größere illegale Ambitionen. Gemeinsam mit dem Besitzer eines heruntergekommenen Gasthofs entführen sie die Freundin eines Auktionshausbesitzers, durchaus mit deren Einverständnis. Doch will der Auktionshausbesitzer sie nicht wiederhaben und folglich kein Lösegeld zahlen. Also bricht man in eine Sparkasse ein, was aber auch nicht wirklich zum Erfolg führt...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2011

Ernst Osterkamp winkt ab. Nicht mal zu Oktoberfestzeiten mag er Johannes Muggenthalers Hochzeitskomödie goutieren. Dessen launige Eingangspassage lässt er noch als "herrlichen Slapstick" durchgehen, aber wenn der Autor dann vom Münchner Standesamt aus seinen verklemmten Helden ins Wiesn-Festzelt katapultiert, in einen dilettantischen Bankraub verwickelt und ihm schließlich ein sehr Hugh-Grant-mäßiges Happy End beschert, steigt der Rezensent aus. Die Geschichte ist ihm zu dünn, manchmal regelrecht "doof" und sehr redundant erzählt. Trotz einiger gelungener Miniaturen und genauer Milieubeschreibungen überwiegt bei Osterkamp deutlich der Ärger und er fragt sich, warum keinem Lektor das schlechte Deutsch aufgefallen ist, in das Muggenthaler mitunter verfällt.
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