Jochen Till

Der letzte Romantiker

Roman
Cover: Der letzte Romantiker
Edition Nautilus, Hamburg 2004
ISBN 9783894014452
Broschiert, 224 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Rocket ist der Romantiker in der Familie. Sein Bruder Koller fickt gerne herum. Das musste ja irgendwann schief gehen. Aber gleich so gründlich? Nicht nur, dass Koller sich dieses Mal ausgerechnet die Tochter eines Russen, den man Büffel nennt, ausgesucht hat, nein, sie muss zu allem Überfluss auch noch dabei draufgehen. Eine 20-Jährige mit Herzinfarkt? Das glaubt einem kein Büffel. Nichts wie weg also, am besten mit Geisel. Und was für eine! Ihr Name ist Cassidy und Rocket hat sich sofort in sie verliebt. Es folgt eine turbulente Flucht mit dem Auto durch die Republik in Richtung Onkel Otto, der Tiere so sehr liebt, dass er sich bereits vor Jahren auf einen abgelegenen Bauernhof zurück gezogen hat ...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.03.2005

Christian Berndts einzige positive Äußerung zum ersten Erwachsenen-Roman des preisgekrönten Jugendbuchautors Jochen Till lässt Böses ahnen: Man verliere mit der Lektüre immerhin nicht allzu viel Zeit. Für dieses vernichtende Urteil findet er eine Menge Gründe, die er ohne jeden Mangel an Deutlichkeit vorträgt: Till habe sich bemüht, rasant und witzig zu schreiben und seinen Roman mit Unmengen von Skurrilitäten anzureichern, doch das Ergebnis sei - eben - bemüht. Die Witze findet Berndt "abgedroschen und schal", den Sprachwitz "Mitleid erregend dürftig" und das Erzählen aus verschiedenen Perspektiven vollends überflüssig, zumal es Till einfach nicht gelinge, Charaktere anständig zu parodieren, und wenn sich eh alle gleichen, hätte es eine Perspektive natürlich auch getan. Zusammengefasst: Alles zusammen macht das Buch für den Rezensenten "ziemlich unerträglich".
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