Verbrecher Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783957326430 Gebunden, 270 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Kekeli lebt in einer Kleinstadt in Süddeutschland. Ihr Leben verläuft gleichförmig und angepasst, bis ihre undurchschaubare Cousine Afi aus Togo zu Besuch kommt und Kekeli sich plötzlich mit vielen Fragen der Zugehörigkeit konfrontiert sieht. Zudem wird sie von ihrem Mitschüler Kwame eingeladen, gemeinsam für die "Pamoja Society", einer Gruppe von kreativen, afro-deutschen Jugendlichen, bei einem Doku-Film über das Leben Schwarzer Menschen in Deutschland mitzuarbeiten und dafür nach Berlin zu fahren. Auf einem Roadtrip mit Afi, Kwame und dessen Bruder Kofi stößt Kekeli auf ein beklemmendes Familiengeheimnis, das sie aus der Bahn wirft. Und das während sie sich immer mehr in Kwame verliebt.
Rezensentin Dina Netz hat nur Gutes über diesen Debütroman zu sagen. Im Rahmen einer Coming-Of-Age-Geschichte erzählt die Autorin von den noch vagen Zukunftsplänen der titelgebenden Ich-Erzählerin, die zusammen mit ihrem anstehenden Abi-Ball auch mit neuen Fragen nach ihrer Identität konfrontiert wird. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines aus Togo stammenden Vaters hielt sich Kekeli bisher weitgehend bedeckt und reflektierte ihr Schwarzsein nicht bewusst, was sich jedoch mit dem Besuch ihrer Cousine Afi aus Togo ändert, fasst Netz weiter zusammen. Dramaturgisch geschickt findet sie die Verflechtung unterschiedlicher Handlungsstränge, die die Protagonistin jeweils vor interessante Entscheidungen stellen und einen vielschichtigen Coming-Of-Age-Plot ergeben: So führt etwa ein geplantes Filmprojekt über Schwarze Lebensstile in Deutschland Kekeli nach Berlin, wo sie unterschiedliche, Schwarze Menschen interviewt und dadurch die Vielfältigkeit dieser Community hervorhebt, lobt Netz. Auch aufgrund der komplexen Figuren kann die Kritikerin nur eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, die sie aufgrund der zugänglichen Sprache auch auf Jugendliche erweitert.
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