Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Das Leben in Tomeks kleinem Laden, in dem es alles gibt, ist friedlich und ruhig. Bis zu dem Tag, an dem Hannah über die Schwelle tritt und bei ihm eine Zuckerstange kauft - denn Tomek beschließt, ihr zu folgen... Durch den Wald des Vergessens führt die Reise, über den Ozean und zu der Insel-die-es-nicht-gibt, und als Tomek und Hannah sich bei den Parfümeuren wiederbegegnen, liegt Tomek in tiefem Schlaf und sieht sie nicht. Doch die Quelle des Flusses, der rückwärts fließt, finden sie gemeinsam - und gemeinsam beschließen sie letztendlich, nicht vom Wasser des Lebens, das unsterblich macht, zu trinken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2007
"Der Fluss, der rückwärts fließt" ist ein Doppelroman, genauer gesagt ein Roman in zwei Büchern, der dieselbe Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt. Die Geschichte ist fantastisch, denn in der Tat geht es um einen Fluss, der rückwärts, und sogar einen Wasserfall, dessen Wasser aufwärts fließt. Und um eine Reise zur Quelle des Flusses Qjar, die ewiges Leben verheißt. Auf den Weg macht sich die junge Hannah und Tomek, der sich in sie verliebt hat, reist hinterher. Im einen Buch ist Hannah die Ich-Erzählerin, im anderen ist ein anderer Erzähler Tomek ganz nah. So kompliziert die Konstruktion scheint - der Rezensent Andreas Obst ist entzückt von der handwerklichen Meisterschaft des Autors Jean-Claude Mourlevat im Besonderen und den Büchern überhaupt. Egal, in welcher Reihenfolge gelesen, die Romane fügen sich aus seiner Perspektive zum "Gesamtkunstwerk", das dem Leser auf der ganzen Strecke "reines Glück" zu schenken vermag.
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