Janet Frame

Ein Engel an meiner Tafel

Eine Autobiografie
Cover: Ein Engel an meiner Tafel
C.H. Beck Verlag, München 2012
ISBN 9783406639555
Gebunden, 285 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Lilian Faschinger. Janet Frames autobiografischer Roman erzählt die Lebensgeschichte einer der eigenwilligsten Autorinnen der Weltliteratur. Die junge Janet Frame wächst unter ärmlichen und tragischen Umstanden an der Küste Neuseelands auf: ihr Bruder erkrankt an Epilepsie, und ihre beiden Schwestern ertrinken bei Badeausflügen. Nach einem Selbstmordversuch in die Psychiatrie eingeliefert, rettet die junge Autorin nur wenige Tage vor einer geplanten Hirnoperation ein Literaturpreis, und sie wird nach acht Jahren entlassen. "Ein Engel an meiner Tafel" liefert den Beweis für die lebensspendende Kraft der Literatur, erzählt von einer Autorin, die ihr Leben dem Schreiben widmete und bis zum Ende aus dieser Kraft schöpfte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2012

Der diesjährige Buchmessenschwerpunkt Neuseeland ist der Grund dafür, dass "Ein Engel an meiner Tafel", der zweite Band von Janet Frames dreiteiliger Autobiografie, jetzt neu erschienen ist. Die Verfilmung durch Jane Campion 1990 machte die neuseeländische Autorin, die bis dahin bereits viele Bücher veröffentlicht hatte, weltweit bekannt, erinnert sich die Rezensentin Frauke Meyer-Gosau. Frame erzähle bemerkenswert ruhig und klar und ohne Anklage von der Zeit zwischen 1945 bis 1956, in der sie Pädagogik studierte und nach einem Selbstmordversuch in die Psychiatrie eingeliefert wurde, wo man sie als schizophren diagnostizierte und mit Elektroschocks behandelte. Die Grauen erregende Geschichte der Schriftstellerin, die 2004 starb, wandelte sich kurz vor der drohenden Lobotomie zum Happy End, als sie den bedeutendsten Literaturpreis Neuseelands gewann, lässt die Rezensentin wissen, die vor allem von der "literarischen Geradheit" dieser Lebensbeschreibung tief beeindruckt ist.
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