Der italienische Gastarbeiter Antonio Marcipane hat alles erreicht: Er besitzt ein Reihenendhaus, ein schönes Auto und vier Dutzend Krawatten. Seine Töchter haben deutsche Männer geheiratet, und jetzt wartet ein entspanntes Rentnerdasein auf ihn. Wenn da nicht noch ein unerfüllter Traum wäre: Amerika. Da muss er hin - und sein Schwiegersohn muss mit.
Der Rezensent Gerrit Bartels ist geradezu positiv überrascht von diesem Buch, von dem er sich immerhin so gut unterhalten hat, dass er es gerne zu Ende gelesen hat. Der Witzigkeits-Alarm, der sich im Vorwort andeutet, kommt dann doch nicht gleich ganz so schlimm wie erwartet, auch wenn der Autor Jan Weiler die Bezugnahme auf Klischees nicht scheut. So ist das Buch eine "Aneinanderreihung von Anekdoten, ein Spiel mit Klischees, Nationenstereotypen und Trapattoni-Deutsch". Doch wenigstens versucht sich Weiler nach Meinung der Rezensenten an präzisen Beobachtungen und geht bisweilen auch an Orte, die wehtun. Bartels vermutet, dass in diesem Umstand auch der Erfolg des Buches begründet liegt.
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