Jacob Burckhardt

Griechische Culturgeschichte II: Die Metamorphosen. Die Griechen und ihre Götter. Der griechische Heroencultus. Erkundung der Zukunft.

Werke. Kritische Gesamtausgabe. Band 20
Cover: Griechische Culturgeschichte II: Die Metamorphosen. Die Griechen und ihre Götter. Der griechische Heroencultus. Erkundung der Zukunft.
C. H. Beck Verlag, München 2005
ISBN 9783406536403
Gebunden, 640 Seiten, 128,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von der Jacob Burckhardt-Stiftung, Basel. Jacob Burckhardts "Griechische Culturgeschichte" gehört zu den bedeutenden, bis heute nachwirkenden historischen Gesamtdarstellungen des 19. Jahrhunderts. Burckhardt setzte mit diesem Werk einer an Ereignissen und Fakten orientierten Geschichtsschreibung eine systematische Darstellung der griechischen Kultur entgegen, die das Spannungsverhältnis von Staat, Religion und Kunst thematisiert. Seine - bei aller Anerkennung ihrer geistigen und künstlerischen Leistungen - skeptische Haltung den Griechen gegenüber bildet einen Kontrast zu den noch bis weit ins 20. Jahrhundert verbreiteten Idealisierungen des Griechentums. Burckhardts Neffe Jacob Oeri hat das Werk - teilweise aufgrund einer ausgearbeiteten Fassung, teilweise aufgrund eines Vorlesungsmanuskripts - von 1898 bis 1902 in vier Bänden ediert und dabei den Textbestand stark verändert. Diese kritische Edition folgt erstmals ausschließlich Burckhardts Manuskript. Sie dokumentiert und übersetzt seine Quellen und erläutert zahlreiche Sachbegriffe. Jeder Band wird durch ein Namen-, Stellen- und Sachregister erschlossen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.01.2006

Imponierend findet Burkhard Müller diesen umfangreichen zwanzigsten Band der kritische Gesamtausgabe mit Werken Jacob Burckhardts, der fünf Vorlesungen des Basler Professors aus den Jahren ab 1885 umfasst. Burckhardts Werk zeichnet sich für Müller vor allem durch "lebendige Anschauung der griechischen Welt" sowie durch "bewundernswerten Stil" aus. Ein Stil, in dem er die "entscheidende Kraft" dieser Vorlesungen sieht. Überaus aufschlussreich erscheinen Müller die Passagen, in denen Burckhardt die Besonderheit der Griechen im Kontrast zu seinen eigenen christlichen oder säkularen Zeitgenossen untersucht. Generell lobt er die Originalität von Burckhardts Blick auf die griechische Religion. Schwer beeindruckt hat ihn zudem dessen "Gesamtbilanz des griechischen Lebens". Insgesamt würdigt er den Band als ein "bedeutendes Werk" und zeigt sich dankbar für dessen "sorgfältige Edition".
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