Isabel Allende

Amandas Suche

Roman
Cover: Amandas Suche
Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783518424100
Gebunden, 479 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Svenja Becker. Amanda ist lebensklug und ausgesprochen eigensinnig. Sie wächst in San Francisco auf, der Stadt der Freigeister. Ihre Mutter Indiana führt eine Praxis für Reiki und Aromatherapie und steht im Mittelpunkt der örtlichen Esoterikszene. Der Vater ist Chef des Polizeidezernats und ermittelt in einer grausamen Mordserie. Auf eigene Faust beginnt Amanda Nachforschungen dazu anzustellen, unterstützt von ihrem geliebten Großvater und einigen Internetfreunden aus aller Welt. Doch als Indiana spurlos verschwindet, wird aus dem Zeitvertreib plötzlich bitterer Ernst. Und Amanda muss über sich hinauswachsen, um die eigene Mutter zu retten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.10.2014

Sebastian Schoepp rümpft die Nase über Isabel Allendes neuesten Roman, den er eigentlich nur noch als Flughafen-Literatur durchgehen lässt. "Amandas Suche" erzählt unter Zuhilfenahme einer bizarren Mordserie von einer etwas desorientierten Jugendlichen in der amerikanischen Latino-Community. Schlimmer als holzschnittartigen Figuren und die plumpe Dramaturgie findet der Rezensent, wie sich die Autorin ihrem Publikum andient. Unentschieden bleibt er über die Frage, ob er Allende eher die Anpassung an den amerikanischen Lesegeschmack übelnimmt oder die Anklänge an den in Europa präferierten Schweden-Krimi. Lateinamerika will Schoepp in dieser Literatur jedenfalls nicht mehr entdecken.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.08.2014

Man lasse sich von dem sanften Titel der deutschen Übersetzung von Isabel Allendes neuestem Roman nicht täuschen, warnt Rose-Marie Gropp, der dürfte darauf zielen, die Stammleserschaft der Autorin am Ball zu halten. Dabei ist "Amandas Suche" alles andere als harmlos, verrät die Rezensentin. Allende erzählt die Geschichte eines Serienmörders, der San Francisco unsicher macht, ein Ripper, ein Lustmörder also, auf dessen Fersen sich - abgesehen vom Morddezernat - eine unwahrscheinliche Gruppe von Menschen setzt, die alle auf irgend eine Weise versehrt sind, fasst Gropp zusammen. Auf mehrere Kontinente verteilt spielen sie im Internet ein Spiel, dessen ursprüngliches Ziel es einmal sein sollte, das Mysterium um Jack the Ripper zu lösen, schnell richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf dessen mordendes Pendant in der Gegenwart, verrät die Rezensentin. Im Stile alter Detektivgeschichten plottet Allende das gesamte Buch über einen überraschenden Showdown, der ihr dann auch hervorragend gelingt, und im Nachhinein noch die kleinste Geste ihrer Charaktere mit Sinn ausstattet, lobt Gropp.
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