Die Rahmenbedingungen für erfolgreiche strategische Unternehmensführung haben sich in den letzten zwanzig Jahren, bedingt durch die Globalisierung der Märkte und immer höhere Kosten für die Entwicklung und Durchsetzung neuer Technologien, grundlegend gewandelt. Deshalb ist kollektives strategisches Handeln kein exklusives Merkmal reifer Märkte mehr, sondern in allen Marktphasen eine notwendige und ökonomisch sinnvolle Handlungsoption. Man kann sogar die These wagen, dass der Wettbewerb in immer mehr Märkten typischerweise nicht mehr zwischen Einzelunternehmen oder Konzernen, sondern zwischen strategischen Kooperationen stattfinden wird. Die Ausnahme wird zur Regel. Ungeachtet der Popularität solcher Thesen in Wissenschaft und Praxis fehlt es jedoch bislang an einer systematischen und umfassenden Analyse zum kollektiven strategischen Handeln. Insa Sjurts versucht in ihrer Studie, die zahlreichen verstreuten und dennoch themenverwandten begrifflichen und theoretischen Ansätze zu strategischen Kooperationen zu rekonstruieren, einzuordnen, zu analysieren und schließlich eine Theorie kollektiven strategischen Handelns in ihren Grundzügen zu begründen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2000
Glaubt man dem Rezensenten Heinz K. Stahl, so gibt es zur Zeit zwei grundsätzliche Ideen zur Unternehmensstrategie: einerseits die Rückbesinnung auf die "Kernkompetenzen" eines Unternehmens, andererseits Modelle der Kooperation mit anderen Unternehmen, die unter Umständen sogar zur Konkurrenz gehören. Das Buch der Autorin scheint sich dabei vor allem mit Theorien zu letzterer Strategie zu befassen. Dabei stelle die Autorin mehrere grundlegende Fragen zur Kooperationsstrategie: etwa ob eine kollektive Strategieplanung unter Bedingungen der Konkurrenz überhaupt möglich sei oder welche Organisationsformen eine solche Strategie am besten wählen solle. Stahl lobt, dass das Buch aus dem "Begriffsdschungel" heutiger Wirtschaftstheorie durch die große Nützlichkeit seiner Erwägungen herausragt und legt es ausdrücklich auch Praktikern ans Herz.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…