Inka Bach

Glücksmarie

Roman
Cover: Glücksmarie
Transit Buchverlag, Berlin 2004
ISBN 9783887471941
Gebunden, 188 Seiten, 16,80 EUR

Klappentext

Inka Bach zeichnet das Bild einer äußerlich normalen, im familiären Alltag aber traumatischen Kindheit: Gewalt ist überall anwesend. Marie wächst bei Stiefeltern, erfolgreichen Wissenschaftlern an einem angesehenen DDR-Institut, auf; der Stiefvater, zum Schluß des Zweiten Weltkriegs noch als Soldat ausgebildet, ist gewohnt, sich durchzusetzen, auch mit körperlicher Gewalt, die er ganz selbstverständlich gegenüber der Stiefmutter und dann auch gegenüber dem Stiefkind einsetzt. Aus der Perspektive des Mädchens, in einer genauen Wahrnehmung und einer eindringlich lakonischen Sprache, wird diese familiäre Gewalt in Beziehung oder Kontrast gesetzt zu anderen Lebensbereichen: zu den etwas verschrobenen und geliebten Großeltern, zu Nachbarn, zu politisch rigiden Lehrern, zu Freundinnen und Freunden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.01.2005

Der Rezensent Christoph Haas kommt zu keinem besonders guten Fazit dieses Romans. Seiner Meinung nach hat die Autorin "einen eher schwachen Roman geschrieben, in dem sich eine starke Erzählung verbirgt". Diese starke Erzählung spielt vor allem in der ersten Hälfte des Romans eine Rolle, in dessen Mittelpunkt ein "ungeliebtes, misshandeltes Kind" steht. Diesen Erzählstrang findet Haas noch überzeugend geschildert, doch sobald sich der Roman thematisch erweitert und den Vater ins Zentrum der Geschichte stellt, geht die Stringenz verloren: "Er verliert sich im Ungefähren." Auch fügen sich die ganzen literarischen Anspielungen, die Autorin Inka Bach, in ihrer Geschichte untergebracht hat, nach Haas Ansicht keineswegs günstig ins Ganze ein. Das ist in den Augen des Rezensenten bedauerlich: "Hätte Inka Bach sich auf den Kern ihres Unternehmens konzentriert, ihr wäre ein ergreifendes Stück Literatur geglückt."
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