Inga Machel

Harte Strandparty

Roman
Cover: Harte Strandparty
Rowohlt Verlag, Hamburg 2026
ISBN 9783498007720
Gebunden, 224 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Ein Mädchen irgendwo in Deutschland, ein Outlaw in Aotearoa (Neuseeland), eine Frau in einer US-amerikanischen Todeszelle - drei Leben am Rand: der Kindheit, der Gesellschaft, der Existenz. Das Mädchen, überzeugt, kein Kind mehr zu sein, verbringt in dem Ort, in dem sie leben muss, einen Sommer voller Widersprüche. Der einzige Freund: ein Messer. Der  in die Jahre gekommene Outlaw begibt sich mit einer Leiche und einem Haufen Drogen im Gepäck auf einen Roadtrip bis an die Grenzen der Freiheit. Die zum Tode verurteilte Frau wartet in ihrer Zelle auf die Hinrichtung, während ihre letzten Lebensstunden von einer Wärterin akribisch protokolliert werden. Die drei sind sich nie begegnet. Was sie miteinander verbindet, liegt jenseits von Zeit und Raum - es ist der Überlebenstrieb, den jeder Mensch in sich trägt.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 27.06.2026

Ziemlich maximalistisch, aber leider nicht maximal überzeugend findet Rezensentin Sarah Elsing die drei Erzählungen von Inga Machel in diesem Band: Um Schmerz und Gewalt geht es, um Drastik und Missbrauch, durchaus mit sprachlichem Drive. In der ersten Erzählung geht es um ein Mädchen, das sich exzessiv mit einem Messer auseinandersetzt, Missbrauch und Verwahrlosung wabern im Hintergrund, erzählt Elsing, in der zweiten ist es ein Maori, der mit der Leiche seines Stiefsohns einen absurden Drogentrip unternimmt, und zum Schluss gibt es eine Wächterin, die die letzten Stunden einer Mörderin vor der Vollstreckung der Todesstrafe protokolliert. Obsessiv geht es darum, "beim Betrachten der Narbe den Ursprung der Wunde zu finden", aber für die Kritikerin ist das einfach etwas zu viel. Machel sei nicht untalentiert, aber dass beispielsweise die Mörderin als Baby im Müll gefunden wurde und ihre Mutter sich das Leben nimmt, weil sie immer wieder von ihrem Onkel geschwängert wird, ist vielleicht einfach etwas zu krass und vor allem schnell erwartbar. Mehr ist nicht immer mehr, resümiert sie.
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