Ines Geipel schildert erschütternde Lebensgeschichten von Autorinnen in der DDR, deren Werke aus politischen Gründen ohne Öffentlichkeit blieben. Als staatsgefährdend eingestuft, zensiert oder völlig totgeschwiegen, entstanden die Texte ohne jede Rezeption durch das Publikum. Es wurden Dokumente künstlerischer Authentizität in einer Zeit, in der Kritisches durchweg extrem behandelt wurde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2009
Für Sabine Brandt stellt dieses Buch eine große Leistung dar. Seine kleinen sprachlichen und sachlichen Patzer fallen ihr nur aus diesem Grund überhaupt auf. Eine Sache des Lektorats, findet sie und widmet sich ganz Ines Geipels Versuch einer Rehabilitierung unterdrückter Autorinnenstimmen aus der DDR. Von den behandelten zwölf Frauen, deren Leben und Dichten Geipel vorstellt, sind Brandt drei (darunter Ricarda Huch) zwar nicht so unbekannt wie der Klappentext vermittelt. Doch die Autorin selbst weiß in diesen Fällen zu unterscheiden. Zu Inge Müller dagegen gibt Geipel der Rezensentin Indizien aus den Ermittlungsberichten der Stasi an die Hand, die ein neues Licht auf den Selbstmord der Dichterin werfen. Und die Geschichten hinter Namen wie Ursula Adam oder Sylvia Kabus hört Brandt hier zum ersten Mal. Geschichten, die die Rezensentin dank der "einfühlsamen" Sprache und intimen Kenntnis der Autorin tief in einen unbekannten Teil deutscher Vergangenheit blicken lassen.
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