Aus dem Persischen von Kurt Scharf. Am Ende des Iran-Irak-Krieges ist Morteza demobilisiert worden. Er sitzt auf den Bahnhofsstufen und wartet auf den Zug zurück nach Teheran. Doch der Alptraum des Krieges verlässt ihn nicht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.08.2013
Ausgiebig zeichnet Sabine Vogel das alptraumartige Panorama dieses Romans nach, der von den Verwüstungen des iranisch-irakischen Krieges in den achtziger Jahren erzählt. Sehr eindrücklich zum Beispiel der Lastwagenfahrer, dessen Körper genauso von Schüssen durchlöchert wurde wie sein LKW. "Skorpion" war der Debütroman des iranischen Künstlers Hossein Mortezaeian Abkenar, der bereits 2006 in Teheran erschien, dann verboten und schließlich mit Preisen überhäuft wurde. Keinen Zweifel lassen die Schilderungen bei der Rezensentin, dass Abkenar als Soldat all die beschriebenen Szenen so erlebt hat: "So schmerzhaft nah, so grauenhaft brutal und dabei mit einer so erschütternden Zärtlichkeit" hat sie selten vom Krieg gelesen.
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