Aus dem amerikanischen Englisch von Stephan Kleiner. Eine Studentenbar in Berkeley, Anfang der 2000er-Jahre. Hall & Oates läuft in der Jukebox, und Percy Marks kann nicht anders, als ihrer Leidenschaft nachzugeben, mit der sie ihr Umfeld immer in die Flucht treibt: Brillant lässt sie sich über den Song aus, dessen Beat sie tief in sich spürt. Doch heute Abend ist etwas anders. Der süße Typ neben ihr, Joe Morrow, ist fasziniert von Percys Leidenschaft für Musik. Schon am nächsten Tag bittet er sie um Feedback zu einem selbst geschriebenen Song - und damit beginnt zwischen ihnen eine unvergleichliche musikalische Kreativität. Aber auch etwas unbestreitbar Elektrisierendes, das auf die Liebe zusteuert. Und zugleich, unausweichlich, auf Schmerz …
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 18.09.2025
Dieser Roman funktioniert quasi nur, wenn man die von der Autorin Holly Brickley dazu kuratierte Playlist während der Lektüre hört, konstatiert Rezensentin Lynn Hruschka: Es geht um die Studentin Percy, die sich in den bislang unerfolgreichen Musiker Joe verliebt, und ihm hilft, seine mittelmäßigen Songs zu großen Erfolgen zu machen. Das führt für Hruschka zu Fragen von weiblicher Unsichtbarkeit, von Genie-Ästhetik in der Musik, aber auch zu Urheberrecht. Die beiden Figuren diskutieren über die Songs, die Brickley in der Playlist versammelt hat, sodass sie ein "Eigenleben" im Roman entwickeln und empathisches Potential entfalten, schildert die Kritikerin. Wie sie das nun alles findet, ist nicht ganz klar, aber der Erfolg des Romans im angelsächsischen Raum spricht vielleicht auch schon für sich.
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