Marlene Hastenplug (Hg.), Henrik Pontoppidan

Kaum ein Tag ohne Spektakel

Erzählungen und Feuilletons
Cover: Kaum ein Tag ohne Spektakel
Wallstein Verlag, Göttingen 2023
ISBN 9783835354685
Gebunden, 232 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Dänischen übersetzt von Teilnehmenden des Pontoppidan-Übersetzungs-Seminars der Goethe-Universität Frankfurt. Zum 80. Todestag des dänischen Nobelpreisträgers von 1917 Henrik Pontoppidan: seine ironischen Erzählungen und Reisereportagen. Es ist höchste Zeit, mit Henrik Pontoppidan einen hierzulande fast vergessenen Klassiker der Moderne (wieder) zu entdecken. Der Band "Kaum ein Tag ohne Spektakel" versammelt zwölf Erzählungen und acht Feuilletons, die die thematische Bandbreite und die stilistische Spannweite dieses bedeutendsten Vertreters des dänischen Realismus abbilden.Es sind Geschichten, Kritiken, Kolumnen und Reportagen, die sich in einem Spannungsfeld zwischen Romantik und Modernität bewegen. Pontoppidan erzählt vom Leben auf dem Land und in der Großstadt Kopenhagen ebenso wie vom Zusammenstoß dieser beiden Lebenswelten. Er schreibt über existenzielle Krisen, politische Gegensätze und Randexistenzen, aber er liefert auch großartige Reisereportagen - unter anderem aus dem kaiserlichen Berlin - und befasst sich ausgesprochen ironisch mit ganz alltäglichen Dingen wie dem Zustand der dänischen Gaststätten, Hotels und Gasthöfe.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.11.2023

"Den Menschen in seiner Ausgesetztheit" lernt Rezensent Paul Jandl bei dem längst vergessenen Nobelpreisträger 1917 kennen, dem Dänen Henrik Pontoppidan, der sich den Preis auch noch mit seinem Landsmann Karl Gjellerup teilen musste. In den hier versammelten Erzählungen und Feuilletons widmet sich Pontoppidan dem Leben der oft sehr armen dänischen Landbevölkerung, das immer wieder von der Natur und, wie in der Erzählung "Ane-Mette", von plötzlichen Schicksalsschlägen bestimmt wird, erfahren wir. Der Autor durchschaut dabei die "Psychologie des Dörflichen", freut sich Jandl über diesen realistischen Blick mit seiner sezierenden Beobachtungsgabe. Vielleicht hat dieser Versuch, Pontoppidan zu rekanonisieren, Erfolg, hofft der Kritiker.

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