Helmut Dietrich, Harald Glöde

Kosovo - Der Krieg gegen die Flüchtlinge

Libertäre Assoziation und Co. Verlag, Hamburg 2000
ISBN 9783922611790
Taschenbuch, 144 Seiten, 7,67 EUR

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.07.2000

Kritisch verfährt Christian Rath mit den Autoren dieses Bandes über den Kosovo-Krieg, die die Behauptung eines "Krieges gegen die Flüchtlinge" aufstellen, der den EU-Bürokraten wie gerufen kam. Die Autoren begründen ihre These damit, dass man sich die Flüchtlinge durch eine Politik der "heimatnahen" Unterbringung vom Leibe hielt. Zweierlei findet Rath daran falsch: zum einen hielten die Autoren an der ihm keineswegs einleuchtenden Behauptung fest, erst die Nato-Angriffe hätten die Massenvertreibungen durch Milosovic ausgelöst. Warum dann der Krieg, fragt Rath, wenn man die Flüchtlinge doch gar nicht haben wollte? Außerdem widerspricht er Dietrich/Glöde vehement, dass eine "heimatnahe" Unterbringung von vornherein negativ zu bewerten sei. Warum sollen sie nicht in ihre Heimat zurückkehren dürfen, meint Rath und kommt zu dem Schluß: linkslibertäre Ideologie.
Mehr Bücher aus dem Themengebiet