Klappentext

Mit Beiträgen von Heinz Ludwig Arnold ("Die Entdeckung des Erzählens. Die Karriere des Prosa-Autors Friedrich Dürrenmatt), Reto Sorg ("Von Konolfingen nach Auschwitz. Topographie und Poetologie in den 'Stoffen' Friedrich Dürrenmatts"), Philipp Burkard ("Eine Lebensgeschichte als Geschichte von ungeschriebenen Stoffen?"), Peter Rusterholz ("Differenzen der Geschlechter"), Ulrich Weber ("Elternsuche und Ideologiekritik"), Reinhardt Stumm ("Die anderen 'Stoffe'. 'Justiz' - 'Der Auftrag' - 'Durcheinandertal'"), Peter Rüedi ("Die Grenze, die Reise, die Heimkehr"), Hans Liechti ("Meine Begegnungen mit Friedrich Dürrenmatt"), Marcel Reich-Ranicki ("Lieber, verehrter Herr Dürrenmatt. Ein Brief von 1981, kommentiert von Heinz Ludwig Arnold), Rudolg Käser ("Fernsehkameras ersetzen das menschliche Auge"), Eberhard Busch ("Gespannte Beziehung. Friedrich Dürrenmatt und Karl Barth"), Monika Schmitz-Emans ("Dürrenmatts Räume"), Stefan Banz ("Ich mag heute keine Gespenster sehen"), Anton Krättli ("Als Dramatiker bin ich ein unvermeidliches Mißverständnis") und Christiane Freudenstein ("Bibliografie zu Friedrich Dürrenmatt").

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.05.2004

Alexander Honold versteht das Themenheft zu Friedrich Dürrenmatt, das der mit dem Schweizer Schriftsteller befreundete Germanist Heinz Ludwig Arnold herausgegeben hat, vor allem als Versuch, das Spätwerk Dürrenmatts vom Verdikt des Selbstzitats zu rehabilitieren. Er kann zwar den "Anlass", des Heftes, das 14 Jahre nach dem Tod Dürrenmatts erscheint, nicht recht ersehen, doch erkennt er darin die gänzlich "ungeteilte Aufmerksamkeit" auf den späten Werken. Honold macht darin "informiertes Wohlwollen und wissenschaftliche Beflissenheit" aus und hat daher auch nicht die Polemik gefunden, die die Kritikerurteile dem Spätwerk gewöhnlich angedeihen lassen. Ein "Dürrenmatt-Band ganz ohne "Alte Dame" und "Physiker"", konstatiert Honold durchaus wohlwollend. Nichts von den Werken Dürrenmatts, die das Heft in den Blick nimmt, ist wirklich unbekannt, räumt der Rezensent ein, dessen Urteil insgesamt verhalten, wenn auch positiv wirkt.
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