Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.03.2001
Der Roman als "irreguläres Ereignis". Das ist doch was. Findet auch Rezensent Heinrich Vormweg. Zwar klingt diese Geschichte aus dem Leben anonymer Alkoholiker auch in den durchaus wohlmeinenden Worten des Rezensenten nicht wirklich umwerfend, erstaunlich aber scheint es, mit welcher Ernsthaftigkeit und Ausdauer der Autor seinen Stoff auf immerhin 568 Seiten ausbreitet. Nicht Gefälligkeit noch Unterhaltsamkeit will Vormweg dem Buch ohne weiteres zugestehen, dafür eine "leider leider längst ungewohnte Spannung, die sich auflädt aus der skrupellosen Sachlichkeit und unerbittlichen Intensität, mit denen dieser Erzähler Wahrnehmungen und Erfahrungen in die Sprache holt ... Humor ist dabei nicht ausgeschlossen."
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