In einer wechselvollen Geschichte war seit dem 5. Jahrhundert v.Chr. aus dem mittelitalischen Städtchen Rom das römische Imperium geworden. Als seine Legionen die Völker des Mittelmeerraums unterworfen hatten, wurden sie von ihren Feldherren gegeneinander geführt. Die blutigen Bürgerkriege endeten im Jahr 31 v.Chr. mit der Seeschlacht bei Actium, in der Marc Anton und Kleopatra dem Adoptivsohn Caesars, Octavian, und seinem treuen Paladin Agrippa unterlagen. The winner takes it all: Roms traditionelle republikanische Entscheidungs- und Herrschaftsstrukturen hatten sich überlebt - die Zeit der Kaiser war angebrochen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2021
Rezensent Uwe Walter hat keinen Zweifel, dass das Buch des Althistorikers Hartwin Brandt von Akademikern gelesen wird. Was ein anderes Publikum betrifft, hat Walter offenbar Bedenken. Zu sehr verstrickt sich der Autor in seiner chronologischen Darlegung kaiserlicher Regierungspraxis in "innerfachliche" Debatten und betreibt Kollegenschelte, anstatt Argumente weiterzudenken, findet der Rezensent. Dass Brandt dabei öfters in Leere haut, macht die Sache für Walter nicht besser. Für eine breiteres Publikum eignen sich Darstellungen zum Thema von Karl Christ und Michael Sommer laut Walter um einges besser.
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