Er war der erfolgreichste Zeitungsverleger Deutschlands. Er schuf eines der größten Medienimperien Europas. Er war ein politischer Visionär, der zeitlebens an die deutsche Wiedervereinigung glaubte. Als seine Blätter, allen voran die "Bild"-Zeitung, gegen die studentischen Aufrührer von 1968 zu Felde zogen, wurden er und sein Konzern zur Zielscheibe bundesweiter Kampagnen und Ausschreitungen. Keine Frage: Axel Springer hat die Geister geschieden, war Leuchtturm konservativer Gesinnung für die einen, reaktionäre Hassfigur für die anderen. Hans-Peter Schwarz hat als erster Biograf freien Zugang zu den Archiven des Springer-Verlages erhalten, auch zu den privaten Aufzeichnungen des 1985 verstorbenen Verlegers.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.04.2008
Mit hohem Lob bedenkt Arnulf Baring diese Biografie Axel Springers, die der Zeithistoriker Hans-Peter Schwarz verfasst hat. Zwar wurde das Leben des Verlegers wiederholt von verschiedenen Autoren dargestellt. Aber erst mit Schwarz' Buch liegt in Barings Augen das "große Werk" über diese schillernde Persönlichkeit vor. Dabei hebt er hervor, dass für den Autor erstmals das Privat- und das Unternehmensarchiv geöffnet wurden. Schwarz' Darstellung würdigt er als umfassend, eingehend, ja "opulent". In aller Breite schildert Baring dann seinerseits Springers Leben, berichtet über seine Karriere, die Erfindung der Bild-Zeitung, den Aufbau seines Verlagsimperiums, seine Frauengeschichten, religiösen Erleuchtungen und politischen Einstellungen.
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