Eine Party für den frischgekürten Bundespräsidenten, lukrative Jobangebote jenseits der politischen Karriere, gesponserte Reisen, exklusive Abendgesellschaften: Lobbyisten buhlen nach Kräften um die Gunst der Politiker. Wie sie vorgehen, um an wertvolle Informationen zu gelangen und die Interessen der eigenen Klientel durchzusetzen, ist nicht immer sauber. Hans-Martin Tillack, der diese Praktiken seit Jahren verfolgt, führt uns hinter die Kulissen der Berliner Politik, offenbart verborgene Vorgänge und nennt Namen. Für ihn ist klar: Es bedarf verbindlicher Verhaltensregeln für den Umgang mit Interessenvertretern - sonst droht unsere demokratische Kultur Schaden zu nehmen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.05.2015
Weiß der Henker, wer es in der SZ für eine gute Idee gehalten hat, Hans-Martin Tillacks Buch über den Lobbyismus in der Deutschland von dem österreichischen PR-Berater Karl Jurka besprechen zu lassen. Der kommt jedoch seiner Aufgabe mit unschlagbarer Geschmeidigkeit nach: Ein bisschen Lob, ein bisschen Kritik, ein bisschen Gefrotzel, alles ganz freundlich und ohne sich Türen zu versperren. Ein bisschen mehr Härte setzt Jurka ein, wenn es um sein eigenes Ansinnen geht, NGOs auch nur als Lobby-Gruppen zu verstehen. Und natürlich der Hinweis, dass man doch die Damen nicht unterschätzen sollte. Sehr smart.
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